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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: So 14. Mär 2010, 16:17 
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Registriert: Sa 24. Okt 2009, 00:23
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hello,

früher hab ich immer billigste glasmatte genommen und war eigentlich mit dem ergebnis zufrieden. im moment hab ich leider nicht genügend im haus. deswegen habe ich in ebay dämmmateriel bestellt, keine ahnung, was da ankommen wird.
ich gebe dem nicht soviel stellenwert, hauptsache es bleibt einige zeit irgendwas drinn, damit sich die röhrln nicht losvibrieren können.

mec


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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: So 14. Mär 2010, 22:35 
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Registriert: Sa 19. Dez 2009, 20:36
Beiträge: 41
gehen tut das alles mec, die Schalldämpfer die ich baue (beruflich) müssen total leise sein und lange halten. 35 dba iss bei mir Standard 62-1.gif

gruß ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: Mo 15. Mär 2010, 10:24 
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Registriert: Sa 28. Mär 2009, 22:47
Beiträge: 16
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Hallo mec,

ich glaube ich hasse dich :grin:
Wenn ich deine Arbeit so betrachte, dann weiß ich!, das ich nichts kann hammer.gif und selbst wenn ich so eine Werkstatt hätte, würde mir nicht mal ansatzweise so ein Ergebnis gelingen. Du hast meinen vollsten Respekt, das Motorrad wird richtig geil!

Gruß Roland

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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: Mo 15. Mär 2010, 11:11 
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Registriert: Sa 24. Okt 2009, 00:23
Beiträge: 99
hello,

das kannst so nicht sehen! da gibts 1000 sachen, die du kannst, ich aber nicht.

anbei ein kurze geschichte, wie ich überhaupt zum basteln kam:
als ich 8 jahre war (heute 56) bekam mein älterer bruder sein moped, Puch DS50. wenn ich es brav putzte, durfte ich dann damit fahren. nach seiner einweisung kamen dann auch weitere servicearbeiten und dergleichen dazu.
im alter von 16 jahren erbte ich sein moped und musste leider feststellen, dass die kupplung zu rutschen begann. nachgeschaut, wo geht das kupplungsseil hinein, aha, hier in diesen deckel, also muss mal der deckel runter. hoppla, da rinnt öl raus und das runde ding wird wohl die kupplung sein, mit blödem, riesigen innenseegerring zur demontage. irgendwie gelang die demontage und mit den teilen bin ich dann ins lagerhaus geradelt. der verkäufer wußte besser bescheid als ich und verkauft mir neue kupplungsbeläge. nach bestem wissen und gewissen baute ich alles wieder fachgerecht zusammen, füllte öl ein und machte einen funktionstest. mein verstand sagte mit, dass wenn ich bei erhöhter drehzahl im ersten gang die kupplung schnalzen ließ (bei gezogenen bremsen), dann sollte der motor abrupt absterben und nicht wie vorher langsam in die knie gehen. wenn er das tut, ist die reparatur erfolgreich.
gesagt getan, erster gang rein, gas geben, bremsen, kupplung schnalzen, es macht einen kracher und der motor steht schlagartig. yippieee, reparatur also erfolgreich.
nachteil: nach diesem funktionstest, war die hinterachse krumm und es fehlten ein paar zähne vom ersten gang zahnradpaar im getriebe.
als jugendlicher hat man natürlich kein geld und muss die anstehende reparatur selber machen. also motor raus.......

so kam ich zum basteln an den einspurigen.

kannst dir also vorstellen, was ich seither alles gelernt habe "the hard way", destroyed and repaired.

mec


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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: Mo 15. Mär 2010, 21:47 
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Registriert: Sa 28. Mär 2009, 22:47
Beiträge: 16
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Ja, aber haben wir nicht alle so gelernt? Ok die gelernten mechniker wahrscheinlich nicht, aber der Rest hat es sicher auf die harte Tour gelernt. Wer hatte nicht schon ein paar Schrauben übrig?
Aber das was du da aufbaust ist schon ein richtig hohes Niveau!!
Ich bin gespannt wie das Teil fertig aussieht.
Gruß Roland

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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: Di 16. Mär 2010, 12:05 
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Registriert: Sa 24. Okt 2009, 00:23
Beiträge: 99
hello freaks,

nun zum holzklotz: wir sind stehengeblieben beim aufschneiden auf der bandsäge. es entstanden zwei "rundlinge", ca 130mm im durchmesser, 11cm dick.
ein rundling wurde mittig mit 10mm 3cm tief gebohrt. diese bohrung diente zur aufnahme im drehfutter.......auf der drechselbank. nun konnte ich auf der gegenüberliegenden stirnseite einen bund D=70mm drechseln. dieser dient zum sicheren aufspannen im drechselfutter.

wozu das ganze? ich brauchte ja noch ansaugtrichter für die 44er mikunis. wo gibts sowas? kostengünstig? sofort lieferbar? in der form meinen vorstellungen entsprechend? nirgends!

also ran an die arbeit. ich erinnerte mich, ich lies vor zig jahren hunderte, wahrscheinlich mehr als tausend ansaugtrichter für diverse japan vierzylinder anfertigen. der berufszweig, der sich mit der herstellung solcher "gedrückter" metallteile beschäftigt nennt sich bei uns "metalldrücker". der metalldrücker stellt vasen, pokale, dosen, etc aus alu, niro, eisenblechen her. zuerst werden runde scheiben aus dem blech geschnitten, diese werden dann rotierend auf der "drückbank" auf eine holz oder metallform "angelegt". die drückbank schaut aus wie eine drechselbank, hat jedoch eine abgeänderte werkzeugauflage. diese wiederum hat viele bohrungen und da kann man einen bolzen stecken, um den dann das drückwerkzeug wie um eine achse "gehebelt" wird. so kann man an die zu drückende form ganz respektable kräfte anlegen. dabei muss immer ordentlich mit öl geschmiert werden, sonst verfrisst sich das werkzeug mit dem zu drückenden aluteil. die werkzeuge kann man sich selber machen, sind einfache, polierte eisenteile mit holzgriff.
damals, als ich die trichter herstellen lies, konnte ich dem meister ein paar mal über die schulter schauen; diese eindrücke waren unvergesslich. vor einiger zeit bestellte ich mir aus übersee zu diesem thema eine lernDVD, seither kann ich einfache sachen selber machen. goolge und youtube hilft hier auch weiter, "metal spinning" ist das codewort.

vorarbeiten: die mikunis wurden auf der drehbank vorbereitet, es wurde ein stahlring gefertigt, der dem außendurchmesser des neu gedrehten mikunibundes entsprach.
die holzform drechselte (hier kam mir ein einst abgelegter drechselkurs zugute) ich nach meinen vorstellungen. ein bund wurde angedrechselt, sodass der eisenring da drauf passte.
dann die erste aluscheibe 1.5mm, D=150mm, (sollte weiches Alu 99.9 sein) mit dem mitlaufkörner eingespannt und mit ca 1000U/min gings an den ersten versuch.
das misslang gleich mal gründlich: die ersten zwei cm ließ sich die scheibe wohl gut andrücken, brach dann aber nachdem sie sich in falten gelegt hatte auseinander. wahrscheinlich ging ich die sache etwas zu forsch an. nächste scheibe vorsichtiger behandelt und ab da stellte sich der gewünschte erfolg ein. die geformten trichter muss man dann noch mittels abstecheisen auf die gewünschten längen bringen, ausspannen und schmirgeln. das geschah auf der drehbank.
wer hat schon drückbank, drehbank, drechselbank? braucht man auch nicht, geht alles mit der drehbank, ein bisschen umständlicher halt, aber geht.

und nun was auf die augen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: Di 16. Mär 2010, 12:07 
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rest der bilder, hätten eigentlich vor dem obigen beitrag gehört

mec


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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: Di 16. Mär 2010, 16:55 
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Knieschleifer
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Beiträge: 578
Wohnort: südl. Berliner Umland
Und wenn´ste jetzt statt Alu einfach Messingblech nimmst, dann kannste auch prima Trompeten bauen :grin:

Nein, im Ernst. Das was du da zeigst ist ganz großes Kino! Schon alleine weil es über Gewerkegrenzen hinweg geht.
Macht mir einen riesen Spaß die Bilder zu gucken und dabei aus dem Staunen nicht mehr rauszukommen 000046

Mal noch ne Frage zu der Zieherei. Was nimmst du da für ein Werkzeug um das Blech anzulegen?
Nen scharfes Stecheisen wär glaub ich nich so gut. Kann ich mir da selbst was zurechtschleifen?

_________________
.....und rast nicht so ;)
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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: Di 16. Mär 2010, 17:24 
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Beiträge: 99
hello,

klar geht selber machen, meine sind auch selber gemacht.
beachte mal die größe dieser dinger: sind aus ganz normalem baustahl, 20 bzw 26mm dick, vorne gerundet und poliert.
das größere der beiden ist vorne eine halbkugel (braucht nicht mal genau zu sein), das kleinere ebenfalls gerundet und auf einer seite abgeflacht. damit kommt man dann in ecken besser rein.

die dinger sind deshalb so lang, weil man doch ein wenig kraft ausüben muss, das geht so eben besser und man wird nicht so schnell müde.

holzgriff muss ja nicht unbedingt sein, aber gut halten sollte man sie schon können.

wichtig: immer genug zu ölen/schmieren.

mec


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 Betreff des Beitrags: Re: Bastelstube
BeitragVerfasst: Di 16. Mär 2010, 20:59 
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Registriert: So 21. Dez 2008, 21:25
Beiträge: 143
Das ist wirklich SAUBERSTE Arbeit!

(Und ich hab mich immer gefragt, wie Trichter gemacht werden :roll: )

Greg


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